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Hundert Prozent Online Leben

Von • Mrz 31st, 2008 • Rubrik: Alle Artikel, Social Media Themen: , , , ,

Eben hatte ich einen sehr netten Herrn am Telefon, der mich fragte, ob ich denn auch mal “raus” gehen würde. Er hat mich gegoogelt und meinte, ich sei ja sehr aktiv im Internet. Der nette Herr ist einer der normalen Internet-Nutzer, ohne unzählige Accounts in diversen Communities, Social Networks und sonstigen Diensten mit einem ausgefüllten Berufs- und Privatleben.

Mir gab seine Frage doch sehr zu denken. Ist mein Leben wirklich so sehr online? Gemessen am Engagement vieler anderer Power-Internetter sind meine Aktivitäten geradezu lächerlich gering. Vielleicht wäre das ganze Social Web einfacher für mich und manch andere, wenn es nicht so viele Dienste gäbe.

Loic le Meur hat seine social map analysiert und festgestellt, dass sich seine Aktivitäten und die damit verbundene Kommunikation im Laufe der Zeit stark dezentralisiert haben. Wo früher der (das) Blog die zentrale Anlaufstelle für das eigene und das vernetzte Ich war gibt es heute verschiedene Dienste und der Austausch verlagert und verteilt sich.

Loic wünscht sich seine Zentrale als Blog wieder zurück. Was wäre, wenn es wirklich einen Superdienst gäbe? Eine Plattform, die einzelnen Netzwerke und Aktivitäten vereint, alles über uns weiß und wir nichts mehr dem Zufall überlassen müssen, ist in den blog-geschichten als fiktiver Dienst Yateg skizziert. Interessante Geschichte!

Wird ein Hundert Prozent Online Leben möglich sein und ist das überhaupt erstrebenswert?

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. Digitale Produktkommunikation im Fokus. Herstellerneutrale und individuelle Beratung zum Einsatz von Product Information Management (PIM) für durchgängige Produktkommunikation im Multichannel.
Mehr zur Autorin bei Alexa Wackernagel Consulting

  • http://www.blog-geschichten.de Andy

    Hey,

    vielen Dank, dass Sie das Thema aufgegriffen haben. Schön zu Wissen, dass es anderen Leuten auch so ergeht mit den vielen Online-Aktivitäten bzw. sich darüber Gedanken machen. ;-)

    Gruß Andy

  • http://webstyler.de WebStyler

    Hi Andy,
    je mehr Dienste und Communities es gibt, desto mehr beschäftigt mich die Frage nach dem wie und wie viel. Die Yateg Story ist ein guter Denkanstoss :)
    Grüße,
    Alexa

  • http://www.henningschuerig.de/blog Henning

    Ich denke, ein 100%-Online-Leben ist weder möglich, noch erstrebenswert. Wir werden auf jeden Fall weiter offline schlafen, essen, duschen etc. Oder werden wir das alles per Webcam ins Netz übertragen?

    Dass es von dir sehr viel online gibt, ist nur logisch. Du bist Webworker, wie es so schön heißt. Du arbeitest in und mit dem Netz. Alleine dadurch bist du 40, 50, 60 Stunden pro Woche online. Natürlich hinterlässt das Spuren.

    Von der Menge her scheint mir das bei dir nicht bedenklich zu sein. Über mich ist mehr online und auch deutlich Privateres. Und genau das ist auch viel entscheidender, denke ich. Nicht so sehr, wieviel man findet, sondern was.

  • http://webstyler.de WebStyler

    @Henning
    Ich denke auch, dass das “was” sehr viel wichtiger ist. Daher achte ich schon darauf, was von mir öffentlich wird. Wenn es auch durchaus mal Ausrutscher geben kann, vor allem beim twittern…
    Erstaunlich fand ich, dass meine überschaubare Aktivität von außen als “viel” empfunden werden kann. So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein.
    Und 100% – Versuche gibt es bereits. Vielleicht werden wir im Schlaf zukünftig von einem medizinischen Online-Dienst überwacht und am Schnarchen gehindert. Wobei das ja nicht mal unpraktisch wäre ;-)

  • http://jupiter-labs.com marc uhlig

    nun ja, was du da beschreibst ist doch mehr oder minder was sowohl friendfeed als auch socialthing bereits tun, oder?

  • http://webstyler.de WebStyler

    @marcuhlig
    Da geht es doch schon wieder los, es gibt friendfeed und socialthing. Und welcher soll jetzt dieser Superdienst sein, wenn es beide gibt oder noch mehr? Ich hätte gern einen Alphadienst oder besser noch: weniger verschiedene Netzwerke und mehr zentrale Plattform, so der Loic Ansatz.
    Grüße,
    Alexa