PROKOM 2008 Nachlese: Fazit
Von Alexandra Wackernagel • Apr 21st, 2008 • Rubrik: Alle Artikel
Vom 14. bis 16. April 2008 fand im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS) der Neuen Landesmesse Stuttgart die Kongressmesse für integrierte Produktkommunikation PROKOM statt.
Das Themenspektrum der diesjährigen Veranstaltung reichte von Übersetzungsmanagement über E-Procurement bis hin zu Web2Print Lösungen.
PROKOM 2008 Themenübersicht
- Internationalisierung und Länderlokalisierung
- Umsatzsteigerung und Vertriebsoptimierung durch PIM-Einsatz
- Optimale Marketingperformance in Print und Web
- Datenmanagement, -qualtität und -integration
- E-Procurement der nächsten Generation
- Technische Dokumentation für den internationalen Markt
- Web2Print-Anwendungen zur Individualisierung von Print-Unterlagen
- Integration von CRM und PIM für individuelle Kundenservices
- Übersetzungsmanagement und Einsatz von Translation Memory-Systemen (TMS)
Mehr Raum für Aussteller und Besucher
Die PROKOM ist nun im dritten Jahr und wurde die ersten beiden Male im Stuttgarter SI-Centrum veranstaltet. Der Umzug ins ICS war ein richtiger und wichtiger Schritt. Das ICS bietet mit der weitläufigen Halle und den großen Vortragsräumen ausreichend Platz für Messe und Kongress und schafft die passende Atmosphäre. Am ersten Tag verliefen sich die Kongressbesucher noch in der geräumigen Ausstellungshalle, doch der zweite Tag war gefühlt besser besucht. Einige Aussteller bestätigten mir, dass Sie interessante Gespräche führen konnten und insgesamt recht zufrieden waren.
Die PROKOM entwächst langsam ihren Kinderschuhen, zumindest was die Anzahl der Aussteller angeht. Neben den bekannten Anbietern habe ich einige neue Firmennamen und Logos entdeckt. So konnte ich in der Pause mit Sven Schneider von der Andrä AG sprechen, die mir – obwohl urschwäbisches Unternehmen – bisher unbekannt war.
Die Andrä AG wurde 1999 gegründet, ist auf den Bereich Übersetzungen spezialisiert und bietet mit ihrem Translation Management Framework eine komplett webbasierte Lösung für das Übersetzungsmanagement. Texte lassen sich unabhängig vom Format der Quelldateien browserbasiert übersetzen und bearbeiten. Da ich vieles online erledige gefällt mir ein webbasierter Ansatz bei Applikationen sehr gut.
Weiterhin ist mir aufgefallen, dass auf einigen Messeständen das InBetween Logo prangte. Seit dem Management-Buy-Out in 2007 konnte sich InBetween erfolgreich im Database Publishing Markt etablieren und in kurzer Zeit neue Partner wie ContentServ GmbH und myview systems GmbH dazu gewinnen.
Bekannt = Bewährt?
Wirkliche Neuheiten im Bereich Product Information Management und Publishing waren aus meiner Sicht nicht auszumachen. Dass PIM ein strategisches Thema ist und von der Geschäftsleitung getragen werden muss, um zu entsprechend erfolgreichen Projekten zu führen, war bereits im letzten Jahr nicht mehr neu.
Ich würde mir hier mehr Mut und Innovation wünschen, um den Kongressbesuchern die große Bedeutung von Produktinformations Management und die zugehörigen, teilweise geschäftskritischen, Anwendungen besser zu transportieren. Ziel muss doch sein, dass interessierte Unternehmen aus der Messe heraus ein PIM-Projekt initiieren oder die lang währenden Projektpläne endlich in die Tat umsetzen.
Hier sind neben dem Veranstalter auch die Aussteller mit neuen Konzepten und Ideen gefragt, sowohl was Besucherzahlen als auch Programm angeht. Ein spannendes Event zieht entsprechend viele interessierte Besucher an.
Wenn ich mir überlegen würde, ob ich eine PIM-Lösung in meinem Unternehmen einsetzen sollte, wÃüde ich gerne auf einer solchen Kongressmesse “etwas sehen” wollen, das mich überzeugen kann. Und damit meine ich nicht die üblichen Powerpoint-Folien oder generischen Produktpräsentationen. Wie wäre die Live-Umsetzung einer überschaubaren Anzahl an Produkten der Interessenten? Oder eine Challenge, bei der sich Anbieter direkt und trotzdem fair messen und vergleichen lassen?
Persönliche Randbemerkung
Ich habe mich sehr gefreut, viele bekannte Gesichter wieder zu sehen und interessante neue Kontakte knüpfen zu können. Zwar habe ich den einen oder anderen Vortrag verpasst aber die guten Gespräche waren es wert!
Nicht erst seit gestern führen Besucher Notebooks mit und benutzen diese auch. Da jedoch nicht alle Modelle mit Akkulaufzeiten von mehreren Stunden aufwarten können, wäre es wünschenswert problemlosen Zugang zu Steckdosen zu haben. Noch angenehmer wären ein paar Sitzmöglichkeiten inklusive Stromanschluss auch außerhalb der Vortragsräume und der VIP-Lounge.
Die Möglichkeiten spannender Web-Technologien wie Podcast, Live-Streaming oder zumindest Videomitschnitte der Vorträge wurden leider noch nicht genutzt. Geht es bei der PROKOM doch um Produktkommunikation und wie passend wäre der Einsatz von Kommunikationslösungen für den Kongress selbst. Ich bin allerdings guter Dinge, dass es im nächsten Jahr hier entsprechende Weiterentwicklungen geben wird.
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